Tanz-Gala zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises

HOCHKARÄTIGE GALA ZUR PREISVERLEIHUNG

Samstag, den 19. Oktober 2019 im Aalto-Theater in Essen

Das Programm der zweitägigen Veranstaltung ist ein Glanzlicht sowohl für die Freund*innen der Tanzkunst als auch für die deutsche und europäische Tanzszene. Die Gala zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises am Samstag, 19. Oktober, 18 Uhr im Aalto-Theater nimmt – wie es bereits in den letzten Jahrzehnten Markenzeichen des Preises war – künstlerische Beiträge unter Bezugnahme auf die Arbeit der Preisträger*innen in den Fokus und bietet dem Publikum ein facettenreiches Programm mit internationalen Gästen. Mit dem Staatsballett Berlin mit den Essener Philharmonikern, dem Ballett am Rhein Düsseldorf-Duisburg und dem Bayerischen Junior Ballett München, mit Lutz Förster, Marlúcia do Amaral, Iana Salenko und Daniil Simkin werden Kompanien und Tänzerpersönlichkeiten von Weltrang präsentiert und mit Choreografien von George Balanchine, Martin Schläpfer, Isabelle Schad, Laurent Goldring, Sharon Eyal und Xin Peng Wang wird der Bogen von der Neoklassik über Tanztheater und Moderne bis zum freien zeitgenössischen Tanz geschlagen.
 
Inspiriert ist die Dramaturgie des Abends auf der einen Seite von den künstlerischen Partnerschaften, die prägend waren und sind für die Biografie von Gert Weigelt, auf der anderen Seite von dem Anspruch, die große Bandbreite der hiesigen Tanzlandschaft abzubilden. So wird auch die Arbeit von Jo Parkes in sozialen und partizipativen Projekten multimedial auf der Bühne und per Video-Installation im Foyer vorgestellt. Im Mittelpunkt des Abends steht die Übergabe der höchsten Auszeichnung, die der Tanz in Deutschland zu vergeben hat. Die Laudatio auf Gert Weigelt hält Thomas Thorausch vom Deutschen Tanzarchiv Köln. Im Anschluss werden auch Isabelle Schad und Jo Parkes die Urkunden zu ihren Auszeichnungen auf der Bühne erhalten.

Bereits am Vorabend, Freitag, 18. Oktober, 19.00 Uhr auf PACT Zollverein Essen, werden die Laudationen für Isabelle Schad und Jo Parkes gehalten und die Aufführung „Collective Jumps“ in ganzer Länge von Isabelle Schad und Laurent Goldring gezeigt.
 


DAS PROGRAMM DER GALA IM EINZELNEN:

 

IM WALD
Tanzstück von Xin Peng Wang

Musik: Camille Pépin
Choreografie: Xin Peng Wang
Performance: Bayerisches Junior Ballett München
Die Komposition speist sich aus den Energiequellen der tibetanischen Weltanschauung, die von musikalischer Dynamik bis zu metaphysischer Klanglichkeit reichen. Das energetische Prinzip Pépins greift Xin Peng Wang auf und destilliert daraus die Bewegungssprache seiner Kreation. Das Unterholz, Synonym des kreatürlich Unbewussten, wird für ihn zum Biotop eines zivilisatorischen Entwicklungsprozesses, dem das innere Spannungsverhältnis von Individuum und Gesellschaft zugrunde liegt.

 

COLLECTIVE JUMPS / COLLECTIVE JUMPS (EXCERPTS)
Projekt von Isabelle Schad und Laurent Goldring

Sound: Damir Simunovic
Choreografie: Isabelle Schad und Laurent Goldring 
Performance: Juan Corres Benito, Frederike Doffin, Naïma Ferré, Jasmin Ihrac, Przemyslaw Kaminski, Roni Katz, Mathis Kleinschnittger, Inna Krasnoper, Manuel Lindner, Jan Lorys, Dorota Michalak, Julia Rodriguez, Claudia Tomasi, Nir Vidan, Sunniva Vikør Egenes, Natalia Wilk
In ihrer Arbeit „Collective Jumps“ setzt sich Isabelle Schad mit der Utopie der Gemeinschaftsbildung im Tanz auseinander. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Laurent Goldring untersucht die Choreografin mit einer Gruppe von 16 Tänzer*innen, welche Möglichkeiten sich in der Beziehung zwischen Form und Freiheit ergeben. Wichtige Fragestellung: Kann die Herstellung eines unendlichen, vereinten, monströsen Körpers ein Ort des kulturellen Widerstands sein?

 

RUBIES
Ballett von George Balanchine (aus „Jewels“)

Musik: Igor Strawinsky (Capriccio für Klavier und Orchester, 1929)
Choreografie: George Balanchine
Performance: Iana Salenko und Daniil Simkin, Solist*innen und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Essener Philharmoniker
Vital und athletisch, voller Energie und augenzwinkernder Lebensfreude: eine buchstäblich brillante Tanzkomposition, die international Eingang ins Repertoire gefunden hat. Balanchine hat das Ballett mit seinem puristischen Tanzstil in die Moderne geführt und ist mit seinem Geschmack zu einer Stilikone der Neoklassik geworden. Virtuos spielt er mit dem Können der Tänzer, dem Flair der Ballerina, mit Struktur und Stimmung der Musik. Understatement und Eleganz sind die Markenzeichen seiner Handschrift.

 

RAMIFICATIONS
Tanzstück von Martin Schläpfer

Musik: György Ligeti
Choreografie: Martin Schläpfer
Performance: Marlúcia do Amaral (Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg)
Zu Ligetis gleichnamigem Orchesterwerk lässt der Choreograf die Tänzerin eine Architektur der Linien und Kurven erschaffen, kreiert imaginäre Räume. Ihr Körper wächst weit über seine eigentliche Größe hinaus, wirkt gestreckt, wie verlängert – und dann auch wieder ganz klein. Höchste technische Anforderungen transformieren sich für den Betrachter in eine paradoxe Leichtigkeit. Bekanntes erscheint als Fremdes und umgekehrt: der Ausdruck einer Sehnsucht nach anderen Zuständen.


HALF LIFE
Tanzstück von Sharon Eyal und Gai Behar

Musik: Ori Lichtik
Choreografie: Sharon Eyal / Co-Choreografie: Gai Behar
Performance: Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin
Sharon Eyal ist eine israelische Choreografin und zählt zu den führenden Protagonistinnen der zeitgenössischen Tanzszene dieser Tage. Eindeutig von der legendären Batsheva Dance Company geprägt, fordern ihre Kreationen die Körperlichkeit der Tänzerinnen und Tänzer heraus, um einen individuellen Ausdruck zu erreichen. Die Sogwirkung dieser Arbeit ergibt sich auch aus der Musik, die während des choreografischen Prozesses entstanden ist und weiterentwickelt wurde. 

 

Tickets sind erhältlich über das TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen:
www.theater-essen.de (tickets@theater-essen.de / Tel. 0201/81 22-200)