Joy Alpuerto Ritter

Biografie

Joy Alpuerto Ritter wurde als Tochter philippinischer Immigranten in Los Angeles geboren, und wuchs in Freiburg im Breisgau auf. Im Alter von fünf Jahren nahm sie ihre ersten Tanzstunden in der Ballettschule Krain und lernte zugleich von ihrer Mutter philippinische & polynesische Volkstänze. 

Joy machte ihren Diplomabschluss an der Palucca Schule in Dresden und zog im Anschluss nach Berlin, wo sie seit 2004 ihren Lebensmittelpunkt hat. Sowohl Joy’s biographische als auch ihre künstlerische Komplexität gehen Hand in Hand. Ihr Schaffen als Tänzerin und Choreographin ist durch Joy’s Vielseitigkeit und interdisziplinäre Perspektive geprägt, welche durch die Praxis und das Erleben von verschiedenen Tanzkulturen genährt wird. 

Nach ihrer klassischen Ausbildung fand sie in urbanen Tanzstilen eine zweite Heimat, nahm in den Folgejahren erfolgreich an Battle Events wie z.B. Defipayette, Funkin Stylz und Voguing Out teil und wird heutzutage wegen ihrer langjährigen Erfahrung häufig als Jury Mitglied eingeladen. 

Ihre Engagements als freischaffende Tänzerin sind vielfältig, hierzulande arbeitete sie etwa mit Christoph Winkler, der Oxymoron Dance Company, mit Heike Hennig, Yui Kawaguchi, Bouldry/Lorenz, Hennermann’s Horde oder mit Raphael Hillebrand. Joy Alpuerto Ritter ging darüber hinaus als Tänzerin mit internationalen Choreographen und Companien wie etwa dem Cirque du Soleil, WangRamirez oder Zora Snake weltweit auf Tour. Prägend für sie war vor allem auch die Zusammenarbeit mit Akram Khan, zuerst als Tänzerin in verschiedenen Stücken wie iTMOi, Kaash, Until the Lions oder Thikra, später auch als stellvertretende Choreographin. 

Seit 2016 widmet sich Joy Alpuerto Ritter vermehrt ihrer eigenen choreografischen Arbeit, für welche sie alsbald internationale Anerkennung erhielt. Mit ihrem Solo BABAE wurde sie 2020 als Aerowaves Künstlerin ausgewählt. Ihr Gruppenstück UNDA hatte im ikonischen Barbican Center in London seine Premiere, und OZ- DER ZAUBER IN UNS, ein Stück für junges Publikum, wurde mit dem Berliner Ikarus Preis ausgezeichnet. 

Joy choreographierte in deutschen Spielstätten wie den Sophiensälen, Junges Tanzhaus in Berlin, im Pottporus, in Hellerau, im LOFFT Leipzig, im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und dem Friedrichstadtpalast. 

Ihre Arbeiten tourten international in verschiedenen Häusern und Festivals wie beispielsweise in Orsolina 28, dem Kalamata Dance Festival, dem Romaeuropa Festival, dem STEPS Festival in der Schweiz. 

Als Choreografin entstanden Kollaborationen mit Künstler*innen wie mit Akram Khan, mit Hannes Langolf, der Filmdirektorin Floria Sigismundi, Filmdirektor Garin Nugroho, Viviana Durante, Farooq Chaudry, Rianto, Chen Shi Zheng oder auch Florence + the Machine. Ihre Choreografien verbinden vielfältige kulturelle Bewegungssprachen und bringen oft klassische Formen mit urbanen und modernen Tanzelementen zusammen.