PROFIL

Der Deutsche Tanzpreis ist der renommierteste Preis für den Tanz in Deutschland.

Er wird jährlich seit 1983 vergeben. 1983 bis 1986 durch den Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik e.V. (DBfT) gemeinsam mit der Fachzeitschrift Ballett-Journal/Das Tanzarchiv. Von 1987 bis 1994 allein durch den DBfT. Seit 1995 in Verbindung mit dem DBfT durch den Verein zur Förderung der Tanzkunst in Deutschland e. V. und ab 2013 eigenständig durch den Förderverein Tanzkunst Deutschland.


Gründer des Deutschen Tanzpreises ist Ulrich Roehm, der an der Folkwang Universität der Künste unter Kurt Jooss in Essen Tanz studierte. Als Tänzer war er international in großen Ensembles wie u.a. dem Ballet de Wallonie, dem Folkwang-Ballett, dem Ballett der Städtischen Bühnen Essen sowie dem National Ballet of Canada tätig. Nach seiner Rückkehr aus Kanada eröffnete Ulrich Roehm 1973 in Essen sein eigenes Ballettstudio, das er über dreißig Jahre leitete. 1983 realisierte er die Idee eines „ehrenden Preises“ für Tanz –  und so entstand der „Deutsche Tanzpreis“. Im Rahmen der Verleihung des Deutschen Tanzpreises an Pina Bausch im März 1995 im Aalto-Theater Essen wurde Ulrich Roehm für seine Verdienste um den Tanz in Deutschland von Bundespräsident Richard von Weizsäcker das "Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens" verliehen.


Seit 2018 wird der Deutsche Tanzpreis durch den Dachverband Tanz Deutschland verliehen, gemeinsam gefördert durch die Stadt Essen, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Beauftragte der Bundesregierung mit für Kultur und Medien. Der Hauptpreis ist seit 2018 mit 20.000 Euro dotiert. Es werden in der Regel zwei Ehrungen vergeben, welche mit 5.000 Euro dotiert sind.


Als Träger der Deutschen Tanzpreises arbeitet der Dachverband Tanz Deutschland eng mit dem Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik und der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektor:innen Konferenz zusammen. Mit dem Preis werden überragende Persönlichkeiten des Tanzes in Deutschland geehrt. Das künstlerische Schaffen der Choreograf:innen und Tänzer:innen steht im Mittelpunkt, gleichwohl können auch Persönlichkeiten der Pädagogik, Publizistik, Wissenschaft oder anderer Bereiche des Tanzschaffens vorgeschlagen werden. Zudem sollen herausragende Interpret:innen und Ensembles wie auch besondere Entwicklungen in der Tanzlandschaft gewürdigt werden. Dies kann sich sowohl auf zukunftsorientierte Initiativen, modellhafte Konzepte wie auch auf außergewöhnliche Produktionen beziehen.


Begleitend zur Preisverleihung findet seit 2018 jährlich ein begleitendes Symposium statt, das aktuelle gesellschaftliche und (kultur-)politische Fragen in den Fokus stellt. Unter dem Titel POSITIONEN: TANZ diskutieren Tanzschaffende in Gesprächsrunden, auf Panels und in Workshops.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Symposium.